Vorsitzende des Vereins Kaninchenrettung e.V. erhält Hessischen Tierschutzpreis 2009

IMG_2511.JPG

Christine Fischer bei der Preisverleihung im Hessischen Landtag
Christine Fischer bei der Preisverleihung im Hessischen Landtag

Gemeinsam mit Ihrem Mann hat es sich Frau Fischer zur Lebensaufgabe gemacht, Kaninchen aus schlechten Haltungen bei sich aufzunehmen. Dafür stellt sie ihr privates Grundstück, dass dementsprechend umgebaut wurde, zur Verfügung. Frau Fischer päppelt die Tiere auf, lässt sie ärztlich versorgen und bemüht sich um die Weitervermittlung in gute, artgerechte Haltungen. Nicht mehr vermittelbare, alte oder kranke Kaninchen sind eigens in dafür eingerichteten Gehegen und Zimmern bei Familie Fischer und können dort ihren Lebensabend verbringen. Frau Fischer betreut zur Zeit rund 70 Kaninchen. Insgesamt sind in den letzten 5 Jahren rund 350 Tiere von Frau Fischer versorgt und betreut worden.

 

Viele Tiere sind krank oder verwahrlost, wenn sie in der Kaninchenpflegestation in Rosbach ankommen. Die Eheleute Fischer widmen sich den Tieren, die leider viel zu oft ihr verhältnismäßig langes Leben in zu kleinen Ställen, in der Ecke eines Kinderzimmers oder in winzigen und dunklen Verschlägen fristen.

 

Darüber hinaus stehen die Eheleute jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung und sind auch der Veterinärbehörde im Wetterauskreis bei der Beschlagnahme und Unterbringung, auch größerer Tierzahlen, eine große Unterstützung.
Sie sind sehr um Aufklärung bemüht, um so ein Umdenken in der Gesellschaft zu dieser Tiergattung zu bewirken. Kaninchen zu halten ist nicht so einfach und wird oft als anspruchslos und pflegeleicht hingestellt. Ein Irrglaube, der dazu führt, dass 9 von 10 Kleintieren nicht einmal annähernd artgerecht leben.

 

Gerade in der Heimtierhaltung werden die Behörden immer wieder auf Missstände aufmerksam. Kaninchen haben ihren Artgenossen gegenüber ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten, sie kuscheln und putzen sich gegenseitig, geben sich Sicherheit und spielen miteinander. In vielen Haushalten werden Kaninchen in Einzelhaltung unter nicht verhaltens- und artgerechten Bedingungen gehalten. Auf der Homepage der Familie Fischer kann man viele Anregungen und Antworten über die artgerechte Haltung von Kaninchen erhalten. Hier wird deutlich dargestellt, wie wichtig die richtige Haltung für die kleinen Haustiere ist. Kaninchen nur am Tag unter Aufsicht laufen zu lassen, reicht nicht aus. Gesunde Kaninchen, die in Gruppen zusammengehalten werden, verbringen die meiste Zeit des Tages zusammen. Obwohl Wildkaninchen Bauten graben, die als Zufluchtsort dienen und ihr Wohnbereich nur sehr begrenzt ist, sind sie oberhalb der Erde sehr aktiv. Sie laufen herum, hoppeln, rennen, jagen und spielen. Hoppeln ist die Hauptfortbewegungsart. Kaninchen ruhen längere Zeit nachmittags, kuscheln sich aneinander und fühlen sich so in größerer Anzahl sicherer vor Raubtieren. Bewegung ist für Kaninchen von großer Bedeutung für ihre Gesundheit. Kaninchen, die immer im Käfig eingesperrt sind, noch dazu in zu kleinen Käfigen, haben ein erhöhtes Risiko an Fettsucht, Fußsohlenentzündungen, Osteoporose und Wirbelsäulenverletzungen zu erkranken.

 

Der Preis an Christine Fischer wurde am 12. August 2009 im Hessischen Landtag verliehen.

 

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.