Frau Dr. Kleinschmidt-Dörr und ihr Team werden mit dem Tierschutzforschungspreis 2018 gewürdigt

Die diesjährig ausgezeichnete Arbeit stellt das Refinement in den Mittelpunkt und zeigt eindrucksvoll wie wichtig tiergerechtes Handling und Unterbringung - in diesem Fall für Kaninchen und Ratten - dafür sind.

Die Tierärztin Dr. Kerstin Kleinschmidt-Dörr und ihr Team, aus der Global Research and Developement Merck KGaA, Darmstadt führen den arzneimittelrechtlich vorgeschriebenen Wirksamkeitsnachweis von Arzneimitteln zur Therapie der Arthrose durch. Unter solchen schmerzhaften Gelenkveränderungen leiden schon junge, aber insbesondere alte Menschen.

Die Unterbringung der im Versuch benötigten Tiere für diese Forschung findet immer noch häufig in kleinen, wenig strukturierten Käfigen, zuweilen sogar in Einzelhaltung statt. Die Preisträgerin hat mit ihrer Arbeit eindrucksvoll belegt, wie Tierschutz und verbesserte Forschung Hand in Hand gehen können. Die Kaninchen leben hier in einer weitläufigen, gut strukturierten Bodenhaltung, die den Tieren ermöglicht Verstecke aufzusuchen, aber sich auch artgemäß zu bewegen und sozial zu interagieren.

Die Rattenbehausung ist ein 4 - stöckiger Großkäfig mit Röhrensystem. Er bietet Bewegungsmöglichkeit und Areale für unterschiedliche Beschäftigung. Diese Form der Haltung, die allerdings nicht im Rahmen jedes Tierversuches möglich ist, führt zu stress- und angstfreien Tieren, die dann auch im Umgang zutraulicher und weniger aggressiv sind.

Sie kommen freundlich auf die Experimentatorenhand zu und lassen sich unkompliziert zur Behandlung und Untersuchung entnehmen Das minimiert nicht nur die Leiden der Tiere; vielmehr konnten durch die Gruppenhaltung sowohl von Ratten als auch Kaninchen die Qualität der Parameter verbessert und die Reproduzierbarkeit der Daten erhöht werden.

Die öffentliche Preisverleihung fand am 18. September 2018 im Hessischen Landtag statt.

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