Land würdigt Engagement von Kindern für Tierschutz

Bereits zum vierten Mal wurden hessische Schulen für den besonderen Einsatz für den Tierschutz geehrt. Der Preis wurde am 17.11.2015 von Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser an drei hessische Schulen verliehen.

 

Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar

Die Schule für praktisch Bildbare wurde bereits zum zweiten Mal mit dem Hessischen Tierschutz-Schulpreis ausgezeichnet. Das Preisgeld aus dem Jahr 2011 wurde in den Tierschutz an der Schule investiert. Bereits seit Jahren engagieren sich die Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße für den Tierschutz. Es wurde ein Gartenhaus für Kaninchen, Hühner und Tauben oder eine Voliere und Kaninchenauslauf gebaut. In einem Kontaktbereich inmitten hohler Baumstämme, einem Agility-Tunnel, einem kleinen Steg, Reifen und Bänken finden täglich Begegnungen zwischen Mensch und Tier statt. Neben diesen Treffen werden auch Pflichten, wie Säubern, Tierarztbesuche etc. erledigt.

 

Rabanus-Maurus-Schule in Fulda

Die AG „Artgerechte Tierhaltung“ wurde nach einem Projekttag im Rahmen des Wettbewerbs „Trialog der Kulturen - Das Tier in den abrahamistischen Religionen“ gegründet. Die Schüler widmeten sich besonders der artgerechten Haltung von Hühnern. Auch hier wurde eine Holzhütte als Domizil für Hühner gewählt. Der Aufbau der Hütte, Plätzchenverkauf zur Finanzierung, Säubern und Versorgen fanden nicht nur an den Schultagen statt. Eine Forschergruppe untersuchte die Lernfähigkeit von Hühnern. Eine andere Gruppe entwickelte eine automatische Hühnerklappe, die die Hühner zählt und die Uhrzeit und Dämmerung berücksichtigt.

 

Jahnschule in Hünfeld

Der Kurs „Politik und Umwelt“ bewarb sich mit dem Projekt „Schwein gehabt. Die Schülinnen und Schüler stellten sich die Frage „Wie gehen wir mit unseren Mitgeschöpfen, den Tieren – vor allem aber den Nutztieren – um und ist dies eigentlich ethisch und auch gesetzlich vertretbar? Im Fokus stand das Tier „Schwein“. Bei ihren Recherchen konzentrierten sich die Jugendlichen auf deutsche landwirtschaftliche Betriebe, besonders in ihrer Region. Was bedeutet „Tierwohl“, bzw. artgerechtes, würdevolles Leben eines Schweines? Lebensbedingungen der Tiere, die immer eingeschränkter, qualvoller und kürzer werden, wirtschaftliche Aspekte wurden unter die Lupe genommen. Die Schüler gewannen die Erkenntnis, dass trotz aller Gesetze und Vorschriften noch ein enormer Handlungsbedarf besteht, bevor man wirklich von Tierwohl und einer artgerechten Haltung sprechen kann.

 

Zwei Schulen wurden mit einem Sonderpreis ausgezeichnet, der von der Tierschutzbeauftragten Dr. Madeleine Martin bei einem Schulbesuch überreicht wurde.

 

Private Realschule in Fulda

Die Schüler der 9. Klasse entschieden sich für das Thema „All You Can (M)eat“. Sie informierten sich über Antibiotika in der Massentierhaltung und die Superkeime.  Das primäre Ziel des Tierschutzprojektes war ein in den Medien weit verbreitetes, aktuelles Thema. Das Projekt zielte auf die Aufklärung und Sensibilisierung von Schülern und Verbrauchern zur bioethisch nicht fragfähigen Massentierhaltung und damit einhergehenden Gefahren für die menschliche Gesundheit. Es solle zum reduzierten Fleischkonsum aus artgerechter Haltung bewegt werden. Weiterhin wurde das Projekt an Verbraucher weitergetragen. Es sollte als Anregung zur Realisation ähnlicher Projekte an weiteren Schulen dienen. Zur Steigerung des Bekanntheitsgrades bedienten sich die Jugendlichen des Internets. Dort wurde eine Umfrage gestartet und wird zurzeit weitergeführt.

 

Don-Bosco-Schule in Seligenstadt

Ebenso mit einem Sonderpreis wurden die Schülerinnen und Schüler der Don-Bosco-Schule in Seligenstadt für ihren Hundeaktionstag geehrt. Spielerisch haben die Schüler der achten Klasse den jüngeren Wissen über den Hund vermitteltet.

Die Preise wurden bei einem persönlichen Besuch von der LBT übergeben.

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