Hessischer Tierschutzpreis in der Landwirtschaft 2020

Ministerin würdigt vier Betriebe für beispielhafte Tierhaltung

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Hess. Landwirtschaftspreis 2020

„Ich freue mich, heute die besondere Leistung von vier landwirtschaftlichen Betrieben in Hessen für nachhaltige und artgerechte Nutztierhaltung auszeichnen zu dürfen. Um die Bedeutung von Tierschutz in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zu würdigen, haben wir beschlossen den diesjährigen Preis von 7.000 auf 10.000 Euro zu erhöhen“, erklärte Landwirtschaftsministerin Hinz am Montag anlässlich der Verleihung des Hessischen Tierschutzpreises für Landwirtschaft 2020 am Montag in Wiesbaden.

Auch die Landestierschutzbeauftragte Frau Dr. Martin freut sich sehr über Auswahl der Jury und die Erhöhung des Preisgeldes: „Die heute ausgezeichneten Betriebe machen deutlich, dass ein verantwortungsvoller und tiergerechter Umgang mit Nutztieren – ob Schwein, Rind oder Geflügel - auch im Interesse der Landwirtinnen und Landwirte ist und sich zudem auch wirtschaftlich lohnen kann. Denn auch die Nachfrage nach regionalen und vor allem artgerechten produzierten tierischen Nahrungsmitteln wie Eier, Milchprodukte und natürlich auch Fleisch steigt ständig.“

Der erste Platz in diesem Jahr geht an zwei Betriebe: Zum einen an den Betrieb Schneider - Meat by Nature, der Qualitätsfleisch von Schweinen und Rindern direkt für die Verbraucherin und für den Verbraucher anbietet. Dafür wird auf einen ganzjährigen, naturnahen Auslauf und Futter aus eigener Herstellung geachtet. Der Milchbauer Christian Zimmermann erhält ebenfalls den ersten Platz. Er betreibt ökologische Landwirtschaft und füttert seinen Milchkühen im Vergleich zu vielen anderen Betrieben wenig Kraftfutter, hat einen sehr hohen Weideanteil und nutzt zusätzlich beim Melken eine innovative und besonders schonende Technik.

Auch der zweite Platz wird doppelt vergeben: Er geht an Rinderzüchter David Reller, der durch seinen hydraulischen Viehwagen für einen stressfreien Weidenwechsel seiner Gelbzuchtbullen sorgt. Ebenfalls auf Platz zwei: Marcel und Lisa Emrich in Ortenberg im Wetteraukreis, die sich für eine gemeinsame Aufzucht von Kälbern und Mutterkühen einsetzen. Außerdem unterstützen sie andere Geflügelhalter mit einem Geflügelschlachtmobil für die Region, das vom Land Hessen gefördert wird.

„Ich bin beeindruckt von diesem vielseitigen Engagement der Landwirtinnen und Landwirte. Ihre Arbeit ist ein wichtiger Schritt für mehr Tierwohl in Hessen. Die Konzepte der vier Betriebe sind innovativ und dienen als Vorbild“, erklärte Ministerin Hinz und Frau Dr. Martin ergänzte: „Es muss nicht immer alles über Gesetze, Verordnungen und Verbote geschehen. Das finde ich sehr erfreulich und hoffnungsvoll. Wir werden daher die vier prämierten Betriebe noch einmal mit einem Portrait auf unserer Homepage genauer vorstellen, sodass sich alle Verbraucherinnen und Verbraucher ein Bild der Preisträger machen können“.

Hintergrund:
Die vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft (HMUKLV) ins Leben gerufene Auszeichnung wird alle 2 Jahre an hessische Betriebe verliehen, welche nachhaltige, vorbildliche und praxisnahe Verbesserungen bei den Haltungsbedingungen von Tieren in der Landwirtschaft umgesetzt haben. Je 4.000 Euro erhalten diesjährig die beiden erstplatzierten Betriebe. Der zweite Platz ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Die Gewinner wurden zuvor von einer fachkundigen Jury ausgewählt.

Die Betriebe werden unter https://tierschutz.hessen.de/%C3%BCber-uns/preise/tierschutz-in-der-land... Zug um Zug noch einmal genauer vorgestellt.

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