Drei Preisträgerinnen bei der diesjährigen Preisverleihung des Hessischen Tierschutzpreises 2018

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Der Hessische Tierschutzpreis 2018 wird in diesem Jahr geteilt und geht an die Wildtierhilfe Odenwald e. V. „Koboldhof“ – Frau Korinna Seybold sowie an Frau Hannelore Tenggren aus Gießen und Frau Agnes Denner aus Frielendorf für ihr unermüdliches Engagement in Sachen Tierschutz.

Die Jury des Tierschutzpreises setzte sich in diesem Jahr zwei Schwerpunkte und wählte zum einen Projekte in Form von „Lebensleistungen“ aus, die sich mit dem Tierschutz v.a. bei Katzen beschäftigen und zum anderen eine Wildtierstation, die sich durch herausragende Arbeit – insbesondere im Rahmen der Öffentlichkeit und der Vernetzung mit Behörden, Naturschutzorganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen auszeichnet.

Mit dem Verein Wildtierhilfe Odenwald e. V. „Koboldhof“ Bad König leistet Frau Seybold einen wichtigen Beitrag zu Tier- und Artenschutz, insbesondere für Bilche. Die Station hat sich zum Ziel gemacht, die Tiere gesund und selbständig wieder in ein geeignetes Habitat zu entlassen. Das gelingt Frau Seybold und ihrem Team sehr gut. 200 Tiere im Jahr, darunter viele Bilche, werden in der Station aufgenommen und können zum überwiegenden Teil wieder ausgewildert werden. Dank Ihres überragenden Fachwissens gelingt es durch vielfältige und umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit Menschen für die Bedürfnisse der heimischen Tiere zu sensibilisieren. Gerade mit unbekannteren Tierarten wie den Bilchen wird damit zu mehr Aufmerksamkeit verholfen. Teilnahme an Artenschutz-Hilfsprojekten, Zusammenarbeit auch mit Naturschutzverbänden ist für den Verein selbstverständlich. Die vielfältig erhobenen Daten gehen in wissenschaftliche Studien ein. Auch in Konfliktsituationen hilft sie und berät auch wie man Gärten wildtierfreundlicher gestalten kann. Schließlich hat Frau Seybold die Interessengemeinschaft hessischer Wildtierpfleger gegründet.

Frau Hannelore Tenggren, hat sich die letzten 20 Jahre dem Einsatz für das Wohl der verwilderten Katzen in Gießen und Umgebung verschrieben und hat in dieser Zeit ca. 2500 Tiere grundversorgt. Betreuung, Kontrolle der Futterstellen, Beratung von Hilfspersonen, Tierarztbesuche und Kastrationen hat sie sich zur täglichen Aufgabe gemacht. Auch die Vermittlung von Katzen bzw. wieder Auswildern am Fundort und dauerhafte Versorgung und Betreuung nicht vermittelbarer Tiere liegt ihr am Herzen.

Darüber hinaus ist sie langjähriges ehrenamtlich aktives Mitglied im TSV Gießen und Mitglied im Verein „Katzenreich“

Frau Agnes Denner´s Engagement für den Tierschutz begann in den 80er Jahren. Wo immer sie wohnte, kümmerte sie sich um hilfebedürftige Tiere.

Jahrelang war sie als Vertreterin der „Ärzte gegen Tierversuche“ im Hessischen Tierschutzbeirat (von 1998 bis 2004), um auf die Tierschutz-Politik einwirken zu können. Insbesondere die Verbreitung und der Einsatz von Alternativen zu Tierversuchen lagen ihr am Herzen, aber auch „gefährliche Hunde“, „BSE“, „“Zirkusinitiativen“ waren die Themen damals. Doch auch dem karitativen Tierschutz, der sich um einzelne Tiere kümmert, ist sie seit langem verbunden.

Frau Denner gründete in 2003 die „Tiernothilfe Leuderode“, deren Zweck es ist, Tieren, vor allem Hunden und Katzen aus Notlagen zu helfen. Auch auf Ihrem Hof beherbergt sie Tiere und ist täglich viele Stunden im Einsatz. Die Zusammenarbeit mit dem örtlichen Veterinäramt ist für sie selbstverständlich. Seit dem vergangenen Jahr kümmert sich auch Frau Denner verstärkt um Katzenkastration in ihrem Gemeindegebiet, um deren verwilderte Population einzudämmen.

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