„Fleischmarkt 2030 - Einblicke und neue Perspektiven für die Zukunft tierischer Produkte“

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Hendrik Haase
Hendrik Haase

Der Titel dieser Veranstaltung lässt eigentlich nicht zuerst an Tierschutz denken. Und doch wurde sie von der Hessischen Landestierschutzbeauftragten Dr. Madeleine Martin initiiert.

Hierfür konnte sie Hendrik Haase gewinnen, der sich als Kommunikationsdesigner, Publizist, Netzwerker und Moderator dem Thema Essen und Lebensmittel verschrieben hat. Das interessierte Publikum setzte sich u.a. aus Vertretern hessischer Öko-Modellregionen und Gütesiegel, Mitgliedern bäuerlicher Arbeitsgemeinschaften, Direktvermarktern und Behördenvertretern zusammen.

Sehr schnell wurde klar, dass der Genuss von Fleisch und Fleischprodukten am Thema Tierschutz nicht vorbeikommt. In einer regelrechten Tour de force nahm Hendrik Haase seine Zuhörer mit in die Welt der Lebensmittel, die heute schon sehr stark digital geprägt ist und gab Ausblicke in die nahe Zukunft. Er zeigte auf, dass die Verbraucher von heute anders „ticken“ und dass sich Vermarktungsstrategien für Lebensmittel, insbesondere aber für Fleisch dem anpassen müssen. In seiner temporeichen Präsentation schlug er den Bogen von den Entwicklungsschritten der Smartphones als Beispiel für die rasant fortschreitende Digitalisierung über die Bewegung der „neuen Metzger“ bis hin zu Veggie days, Fridays for Future und dem Prinzip „From farm to fork“. Er zeigte anschaulich auf, dass gerade der Verzehr von Fleisch einem deutlichen Wandel unterliegt, weil sich die Ansprüche der modernen Verbrauchergeneration wandeln und er machte deutlich, wie wichtig aus seiner Sicht die richtige Kommunikation dabei ist.

Sein Appell: „Es hat keinen Sinn zu glauben, es läuft alles so weiter!“ traf eindeutig den Nerv seines Publikums.

Anschließend warf er mehrere Fragen als Grundlage der Diskussion für die Workshop-Phase auf:

Eine drehte sich um den ggf. neuen, zukunftsfähigen Qualitätsbegriff und wie dieser sein könnte sowie die Frage danach, welche Rolle das Land Hessen gegebenenfalls im Fleischmarkt der Zukunft einnehmen sollte und welche Potentiale es zu heben gelte.

Das Motto: „Wir haben keine Kunden, wir haben Fans!“ läutete dann den zweiten Teil der Veranstaltung ein.

Im Format eines World Cafés hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, in Gruppenarbeit mit Diskussionen die Themen intensiv zu bearbeiten und anschließend zu präsentieren.

Im Ergebnis wurden zahlreiche Ansätze entwickelt, Perspektiven erweitert und Kontakte geknüpft.

In ihrem Schlusswort zog Frau Dr. Martin ein positives Fazit und versprach, die Ergebnisse zusammenzufassen und den Teilnehmenden im Anschluss zur Verfügung zu stellen, damit diese sie für ihre Tätigkeit verwenden können.

Auch die Teilnehmenden zeigten sich sichtlich angetan, eine Folgeveranstaltung ist bereits in Planung.

Als Ausklang der Veranstaltung fasste Hendrik Haase folgende treffende Quintessenz der Veranstaltung: "Der Workshop hat gezeigt, wie viel Innovationspotential in Hessen steckt, das es schnellstens zu heben gilt.“

In diesem Sinne, heißt es für die Landestierschutzbeauftragte nun „am Ball bzw. am Thema bleiben und die im Workshop entstandenen zahlreichen Ideen und Projekte mit Vorbild-Charakter weiterverfolgen und möglichst zeitnah umsetzen.“

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