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Katze

Katzenkastrationen – wo liegt das Problem?

Eigentlich als Haustier Nummer 1 in Deutschland leben rund zwei Millionen Katzen auf unseren Straßen.

Verwildert, extrem scheu und meist krank streunen sie durch unsere Städte und Gemeinden.

Ursache des Ganzen ist die unkontrollierte Vermehrung! Eine Katze wirft im Durchschnitt zweimal im Jahr drei bis sechs Junge. Auch wenn nicht alle Tiere überleben, wächst die Population sehr rasch. Mit der Vermehrung steigt auch die Gefahr der Ausbreitung von diversen Katzenkrankheiten

Noch immer lassen Katzenbesitzer ihre unkastrierten Tiere frei herumlaufen und nehmen damit in Kauf, dass sie sich ungehindert vermehren. Die einzig sinnvolle Lösung des Problems ist die Kastration!

Wer kastriert?

In jeder praktischen Tierarztpraxis kann man Katzen kastrieren lassen. Hier erhält man auch Informationen zur Durchführung und zu den Kosten der Kastration sowie über die Kennzeichnung und Registrierung eines Tieres.

Wann kastrieren?

Jede nicht kastrierte frei laufende Katze wird sich früher oder später vermehren. Jungkatzen werden nach etwa einem halben Jahr geschlechtsreif und können dann für unkontrollierten Nachwuchs sorgen.

Daher sollten männliche wie auch weibliche Freigängerkatzen ab dem 5. Lebensmonat kastriert werden, um die ungehemmte Vermehrung zu bremsen!

Vorteile einer Kastration

Der größte Nutzen der Kastration für den Tierschutz ist die Vermeidung von Katzennachwuchs! Daneben gibt es aber weitere wichtige Vorteile der Kastration:

  • Kastrierte Katzen und v. a. Kater streunen deutlich weniger; damit sinkt die Gefahr von Unfällen.
  • Kastrierte Kater sind weniger häufig in (Revier)kämpfe verwickelt. Damit werden sowohl Verletzungen vermieden als auch teilweise die Übertragung von Infektions-krankheiten reduziert. Damit steigt auch die Lebenserwartung kastrierter Katzen im Vergleich zu unkastrierten Freigängern
  • Markierungsverhalten wird unterbunden

Gibt es Nachteile bei einer Kastration?

Die Operation ist für Tierärzte ein Routine-eingriff, Komplikationen sind entsprechend selten.

Nachteile durch die Kastration als solches gibt es abgesehen von dem bei jeder Operation bestehenden Risiko keine.

Auch das häufig geäußerte Argument, Kinder sollten einmal eine Tiergeburt miterleben können, ist kein guter Grund, um einen Wurf zuzulassen!

Im Gegensatz dazu können Sie Ihren Kindern wichtige Grundsätze für einen verantwortungs-vollen Umgang mit anderen Lebewesen vermitteln, indem Sie dafür sorgen, dass weiteres Tierleid durch eine unkontrollierte Fortpflanzung vermieden wird.

Warum kennzeichnen?

Nur durch die Kennzeichnung und Registrierung kann die erfolgte Kastration nachvollzogen und im Zweifelsfall auch überprüft werden.

Außerdem ist die Kennzeichnung von Freigängerkatzen sinnvoll, um diese bei Abgabe im Tierheim einem Halter zuordnen und zurückgeben zu können.

Warum registrieren?

Nur wenn ein gekennzeichnetes Tier auch registriert wurde, kann es schnell und unbürokratisch einem Halter zugeordnet werden. Bei abhanden gekommenen Tieren ist die Rückgabe so innerhalb kürzester Zeit möglich.

Wo kann ich meine Katze registrieren lassen?

Es gibt diverse Anbieter, wo man sein Haustier kostenlos registrieren lassen kann. Die zwei größten Anbieter sind:

Zum guten Schluss

Das Aussetzen von Katzen und das Aufhören des regelmäßigen Fütterns verstoßen gegen das Tierschutzgesetz und können entsprechend geahndet werden. Man darf also auf keinen Fall Katzen aussetzen oder mit deren bisher regelmäßig durchgeführten Fütterung aufhören!