Die Landestierschutzbeauftragte stellt ihren Jahresbericht 2020 vor

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Die Landestierschutzbeauftragte für Hessen, Dr. Madeleine Martin, hat ihren Jahresbericht 2020 vorgelegt. Sie informiert darin über ihre Arbeit im - wie immer sehr abwechslungsreichen - Jahr und über ihr Engagement zur Verbesserung des Tierschutzes in verschiedenen Bereichen.
Außerdem berichtet sie darin über ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Als eines der wichtigsten Themen auch für die Zukunft bezeichnete Martin erneut die notwendige Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft.
„Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren immer wieder neue Gremien und Expertengruppen zum Tierwohl berufen, ohne die Ergebnisse der Gruppen umzusetzen und damit ohne messbaren Erfolg. Dabei sind die gemeinsamen Lösungen, sei es vom Kompetenzkreis „Tierwohl“, dem Kompetenznetzwerk „Nutztierstrategie“ oder nun von der sogenannten „Zukunftskommission“ ja veröffentlicht - und mehr als überfällig“, so Martin heute in Wiesbaden. „In Hessen gehen wir pragmatische Wege und sind so beispielsweise bei der
Mobilschlachtung deutlich vorangekommen. Diese Form der Schlachtung vor Ort erspart den Tieren viele vermeidbare Leiden und ermöglicht den Landwirten eine bessere Wertschöpfung“.
Seit Mitte 2020 gibt es nun in Hessen neben den Rinderschlachtmobilen auch eine mobile Schlachteinheit für Geflügel, die auch gerade für kleine und mittlere Betriebe mit mobilen Freilandhaltungen von großem Interesse ist.
Martin weiter: „Eine respektvolle Schlachtung ohne Zeitdruck und vorangegangenen Transport- und Abladestress ist nicht nur tiergerecht, sondern für eine gute Fleischqualität beinahe unbezahlbar“.
Dazu passend ging in 2020 der Preis „Tierschutz in der Landwirtschaft“ neben hervorragenden Betrieben im Bereich der Rinder- und Schweinehaltung auch an einen Betrieb, der eben auch Mobilschlachtung bei Geflügel anbietet. „Ganz klar – wer die Zeichen der Zeit erkannt hat, innovativ, zukunftsorientiert und ideenreicht ist, der ist sehr wohl in der Lage Tierwohl, Wirtschaftlichkeit und Arbeitsbedingungen unter einen Hut zu bringen. Dazu braucht es keine Arbeitsgruppen oder Kommissionen, sondern vielmehr engagierte, empathische und innovative Landwirt*innen, die es ja glücklicherweise gibt“ resümiert Martin.
Zudem informiert der Bericht auch über interessante gerichtliche Entscheidungen, neue gesetzliche Vorschriften und die vielfältigen Serviceleistungen sowie Informationsmaterialien der Landestierschutzbeauftragten für Bürger*innen und Behörden wie Veterinär- oder Ordnungsämter.


Der Jahresbericht ist ab sofort zu beziehen bei der
Landesbeauftragten für Tierschutz
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
oder kann per E-Mail unter tierschutz@umwelt.hessen.de angefordert werden und steht auch im Internet unter www.tierschutz.hessen.de zum Download zur Verfügung.

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