Rauch, Landschaft

Veranstaltung "Effektiver Brandschutz in der Nutztierhaltung"

27. bis 29. März 2023

ir möchten Ihnen heute eine bundesweit in der Form einzigartige Veranstaltung ankündigen. Bitte reservieren Sie sich den 27. bis 29. März 2023 für die Veranstaltung „Effektiver Brandschutz in der Nutztierhaltung“. Bitte beachten Sie die Details zu den jeweiligen Zielgruppen für die einzelnen Tage und in welcher Form die Veranstaltung jeweils durchgeführt wird!

 

Details

Tag 1: 27. März 2023 Seminar Schulung im Umgang mit Nutztieren

Zielgruppe: Feuerwehrkameradinnen und –kameraden der Freiwilligen und der Berufsfeuerwehren aus Brandenburger Kreisen und kreisfreien Städten

  • Präsenzveranstaltung
  • Vormittag Theoretische Grundlagen zu Nutztieren im Katastrophen- und Brandfall
  • Nachmittag Praktische Schulung an vier Tierarten

 

Tag 2: 28. März 2023 Tagung Brandschutz in der Nutztierhaltung

Zielgruppe: Brandenburg und bundesweit - Feuerwehren, Landwirt:innen, Behörden aus den Bereichen Veterinärwesen, Landwirtschaft, Umweltschutz, Bauordnung und Brandschutz, Gutachter:innen, Wissenschaft, Handwerk

  • Hybridveranstaltung (Präsenz und Videokonferenz)
  • Ganztägig Vorträge zum Thema

 

Tag 3: 29. März 2023 Brandschutzübung                                                  

Zielgruppe: landwirtschaftlicher Betrieb in Brandenburg und umliegende Feuerwehren als Durchführende; Zielgruppe vom 28. März als Zuschauer:innen

  • Hybridveranstaltung (Präsenz und Videoübertragung)
  • Vormittag Übung und Brandexperimente
  • Nachmittag Auswertung und Abschluss der Veranstaltung

 

Die Rettung von Menschen und Tieren muss bei einem Brand möglich sein, so schreibt es § 14 der Brandenburger Bauordnung vor. Der Großbrand in Alt Tellin mit mehr als 50.000 toten Schweinen hat einmal mehr gezeigt, dass die Brandschutzmaßnahmen in Ställen für die Rettung der Tiere nicht ausreichen. Die bisherigen Brandschutzkonzepte in Baugenehmigungen von Ställen sind in der Regel auf die Rettung von Menschen ausgelegt und sind nicht für die Rettung von Tieren geeignet. Entsprechend hoch ist die Zahl an Tierverlusten aufgrund von Stallbränden. Evakuierungs- und Räumungskonzepte beruhen zum einen auf einer Selbstrettung entlang von Rettungswegen, die nur für Menschen auffindbar und durch Schließmechanismen zugänglich sind. Zum anderen ist die Rettung der Tiere vom Menschen abhängig, der die Tiere aus dem Stall bringen muss. Ist den Tieren der Freilauf unbekannt oder ist der Nachwuchs (Mutterinstinkt) noch im Stall, verlassen die Tiere den brennenden Stall nicht von selbst oder laufen wieder hinein. Das Zeitfenster, in dem Tiere noch durch Menschenhand aus dem Stall geführt werden können, ist bis zum Entdecken des Brandes oder Eintreffen der Rettungskräfte oftmals bereits verstrichen. Unzureichende Brandhemmnisse, verlängerte Anfahrtswege der Feuerlöschzüge durch Ställe außerhalb der Ortschaft, brennbare bzw. rauchentwickelnde Materialien wie Futter, Einstreu, Gefieder u. v. m. verkürzen das Zeitfenster. Waldbrände, die auf Tierhaltungen übergreifen können, wie beispielsweise im Sommer 2022 in einer Brandenburger Schweinehaltung geschehen, stellen Feuerwehr und Landwirtschaft vor weitere Herausforderungen.

Für einen effektiven Brandschutz für Tiere bedarf es des Zusammenwirkens verschiedener Fachbereiche. Die dreitägige Veranstaltung soll dem Wissenserwerb, dem Erfahrungsaustausch besonders der oftmals entfernten Fachbereiche, der praktischen Übung sowie dem Erwerb neuer Erfahrungen dienen. Gleichzeitig ist die Veranstaltung ein Auftakt. Mit Hilfe der Veranstaltung soll der Bedarf ermittelt werden an: Forschung/technischer Entwicklung, rechtlicher Regelungen, Umsetzung der Brandschutzkonzepte, Schulung.

 

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