Wolfshybrid

Keine Wolfshybride als Haustiere

LBT rät von dem Kauf eines Wolfshybriden dringend ab!

Was sind Wolfshybride?

Wolfshybride sind Mischlinge aus Hunden und Wölfen und gelten in Deutschland in den ersten vier Generationen als Wildtiere. Die Tiere unterliegen dann daher strengem Artenschutzrecht. Es gibt Haltungsverbote und erforderliche Genehmigungen. Zucht und Haltung dieser Generationen ist in Deutschland generell verboten.

Aber auch bei Tieren ab der fünften Generation greifen Gesetze zum Tierschutz und zur Gefahrenabwehr. Letztlich ist nämlich nicht die Generation ausschlaggebend, sondern das Verhalten des einzelnen Tieres.

Der Verkauf der Wolfshybridwelpen, meist im Ausland, ist ein sehr einträgliches Geschäft. Dabei bestimmt natürlich die Nachfrage das Angebot.

Leider erwerben nämlich immer wieder sogenannte „Tierliebhaber“ Mischlinge aus Hund und Wolf, in der fälschlichen Annahme, sie erhielten so einen Hausgenossen, der wie ein Wolf aussieht, sich aber wie ein domestizierter Hund benimmt. 
Dabei ist jedoch das Gegenteil der Fall:

Wolfs-Hund-Mischlinge sind in der Regel scheuer, ängstlicher und territorialer als Hunde und reagieren auf Umweltreize stark. Zudem verfügen sie oft über einen starken Jagd- und Beutetrieb, der zur Gefahr auch für andere Tiere werden kann. Ihr Verhalten schwankt oft, gleicht aber in der Regel dem von Wölfen, insbesondere, nachdem sie geschlechtsreif geworden sind. Wolfshybride lassen sich eben nicht wie Hunde halten und erziehen. Die Haltung in Privathänden führt in der Regel über kurz oder lang zur völligen Überforderung der Halter, zu tierschutzwidrigen Zuständen und zur Gefährdung von Menschen und anderen Tieren. Dies mündet regelmäßig in der Abgabe oder der Wegnahme der Tiere.

Oft melden sich dann auch sehr obskure Interessenten, die die Tiere finanziell nicht entsprechend versorgen können, gegen die sogar schon Verwaltungsmaßnahmen wegen Verstößen gegen Artenschutz- oder Tierschutzrecht durchgeführt wurden oder werden mussten, oder die rechtskräftig wegen Strafsachen verurteilt wurden. Einige dieser Personen wollen mit den Wolfshybriden vor allem züchten, denn die Hybridwelpen bringen eben viel Geld.  Dabei versuchen die Interessenten mit oft fragwürdigen Mittel, zuweilen nötigend und beleidigend, die Tiere in ihren Besitz zu bringen.

Die behördliche Wegnahme von Wolfshybriden ist darüber hinaus auch noch mit den unterschiedlichsten Schwierigkeiten verbunden. Man braucht für das jeweilige Individuum passgenaue Plätze, wo sie letztlich dauerhaft leben können. Die Suche dafür läuft in der Regel Europa weit.

Aber auch schon die vorübergehende Unterbringung der Tiere bedarf nicht nur hoher Sicherheitsstandards, sondern auch großen Fachwissens bei den Betreuenden.  Nicht jedes Tierheim ist dafür geeignet.

Deshalb gilt: Hände weg von Wolfshybriden!

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